Brickwall Limiter Vergleich


Der Limiter wird am Ende einer Mastering Kette als «Lautmacher» eigesetzt oder um bei einzelnen Signalen die Spitzen abzuschneiden. Dabei handelt es sich um einen Kompressor mit sehr schneller Attack- und Releasezeit und unendlicher Ratio. Das bedeutet praktisch, dass alles was oberhalb eines eigestellten Thresholds liegt abgeschnitten wird. Die einzelnen Prozessoren haben verschiedene Verhalten welche für das eine Signal funktionieren, fürs andere jedoch nicht so gut geeignet sind.

Auch die Einstellungsmöglichkeiten ändern sich von Plugin zu Plugin.
Bei den Einen wird versucht die Justierung dem User so einfach wie möglich zu machen und bieten lediglich eins bis zwei Parameter an die Du einstellen kannst, andere wiederum erlauben dir tiefe Eingriffe in die Wirkungsweise des Limiters.

Im folgenden Video werden wir ein paar Brickwall Limiter testen und die verschiedenen Wirkungsweisen vergleichen.

 

 


 

Das Klangbild der einzelnen Limiter ist sehr unterschiedlich

Auch die gefühlte Lautheit variiert bei gleichen Einstellungen von Limiter zu Limiter. Zudem wird der Frequenzgang wird von jedem Plugin anders bearbeitet. Es lohnt sich also verschiedene Limiter im Plugin-Arsenal zu haben damit Du den geeigneten Prozessor für das jeweilige Signal zur Verfügung hast.

Folgende Limiter habe ich getestet:

Waves L2

Waves L2
Waves L2

Der L2 von Waves ist ein Klassiker. Dennoch klingt er für mich etwas flach. Das ist auch kein Wunder, da er schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Trotzdem ist und bleibt er die erste Wahl bei vielen Produktionen, da er dem Song einen eigenen Charakter aufdrückt, den wir von zahllosen Top Hits kennen.


 

Fabfilter Pro-L

Fabfilter Pro L
Fabfilter Pro L

Die junge Firma Fabfilter hat den Plugin Markt mit ihren Plugins revolutioniert. Das ansprechend intuitive GUI und die versteckten Qualitäten der Plugins katapultieren sie in die Top 10 der Plugin Hersteller. Der Fabfilter Pro-L überzeugt durch seiner Präzision und Bedienerfreundlichkeit mit vielen Möglichkeiten.
Der Klang ist ein wenig mittig, doch gibt er dem Signal dadurch eine starke Präsenz. Zudem ist er ein sehr präziser Inter-Sample-Peak-Limiter.


 

Sonnox Oxford Limiter

Oxford Limiter
Oxford Limiter

Der Oxford Limiter V2 ist eine Weiterentwicklung des legendären Vorgängers. Ich habe schon die erste Version gerne benutzt, doch dieses Update ist eine überraschende Steigerung an Qualität und Transparenz. Für mich persönlich die Nummer 1 unter den Limitern.
Der Limiter hat unzählige Einstellungsmöglichkeiten, ein sehr gutes Transienten-Verhalten, geht sehr akkurat mit den Bässen um und gibt dem Signal Transparenz und Druck. Der Oxford Limiter ist auf 1/1000stel dB einstellbar und eignet sich deshalb als hochpräziser Inter-Sample-Peak-Limiter.


 

Universal Audio Precision Limiter

UAD Precision Limiter
UAD Precision Limiter

Der Precision Limiter der UAD Karte ist wie der L2 ein älteres Plugin. Diesr Prozessor lief schon auf der UAD-1 Karte. Früher ein viel benutztes Plugin, ist es momentan in der Versenkung verschwunden. Für meinen Geschmack quetscht der Limiter das Signal zu stark zusammen und wirkt intransparent und flach. Ich denke es wäre mal an der Zeit das Plugin aufzubohren und die Algorithmen auf den neuesten Stand zu bringen.


 

NuGen Audio ISL-2

Nugen Audio ISL 2
Nugen Audio ISL 2

Der ISL von NuGen Audio war lange Zeit meine erste Wahl, wenn es darum ging True Peaks zu limitieren. Leider färbte das Plugin den Sound zu stark. Mit der Veröffentlichung des Updates auf den ISL-2 ist der Limiter jedoch viel klarer geworden. Trotzdem dünkt es mich, dass die Höhen abgesenkt werden. Das kann jedoch für harsches Material genau das sein was man sucht.


 

Hofa IQ-Limiter

HOFA IQ Limiter
HOFA IQ Limiter

Hofa hat mit ihren IQ-Plugins einen sehr benutzerfreundlichen Markt eröffnet. Der IQ-Limiter kommt mit nur zwei Parametren und einem Dropdown-Menue aus. Der ganze Rest reglet das Plugin für Dich. Der Limiter klingt sehr gut, pumpt für meinen Geschmack aber ein bisschen. Durch seine einfache Bedienungsweise ist er aber der Liebling vieler Produzenten. Das Antesten lohnt sich, da er auch sehr genau mit Inter-Sample-Peaks umgeht.