Der Gated-Snare-Reverb Trick


Oft findet man einen gut funktionierenden Loop für seinen neuen Track, doch er würde noch besser passen, wenn das eine oder andere Instrument einen Effekt hätte. Mit dem folgenden Trick schaffst Du es einzelne Beats eines Loops mit einem Effekt zu versehen.
Der Gated Snare Effekt wurde in den 80er Jahren von Künstlern wie Phil Collins geprägt und damals exzessiv eingesetzt. Deshalb ist er ein wenig in Verruf geraten, doch Du findest ihn in neuen Produktionen wieder. Wieder Trick funktioniert, erfährst Du im folgenden Video.

 


 

Der simple Trick mit dem Noise Gate

In diesem Beispiel benutze ich einen Drumloop des Logic internen Drummers. Der Loop ist relativ trocken und ich möchte, dass er ein wenig mehr Raum bekommt.

Natürlich könnte man jetzt das Ganze Signal über ein Hallgerät laufen lassen, doch das würde die Tightness und das Feeling arg in Mittleidenschaft ziehen.

Der Kniff mit dem Gate

Fabfilter Pro-G Noise Gate
Fabfilter Pro-G Noise Gate

Als erstes routest Du den Drumloop auf eine Subgruppe. Mit einem Equalizer setzt Du ein Low Cut. So schneidest Du die Bässe weg, damit die Kick entfernt wird. Somit bleiben nur noch die Snare und die Hihats im Loop übrig.

Danach schlaufst Du das Signal durch ein Noise-Gate. Dieses stellst Du so ein, dass nur die Lautesten Spitzen des Loops noch durchgelassen werden. Da die Snare das lauteste Signal ist, werden die Hihats ausgeblendet.

Du kannst jetzt dieses Signal verhallen und dem Originalfile hinzu mischen.

EMT 140 Plattenhall
EMT 140 Plattenhall

Um die Hallfahne zu kürzen, kannst Du auf die eingebauten Hall Parameter zugreifen oder auch hier ein Noise Gate benutzen.

Du setzt hinter den Hall des Snares nochmals ein Noise-Gate und stellst mit dem Threshold (Schwellwert ab wann das Gate sich öffnen soll) und der Releasezeit die Länge des Gates ein. Du kannst sie auf 8-tel stellen oder auf Viertel. Experimentiere ruhig.. Am Besten arbeitest Du hier mit den Ohren. Wenns groovt ist es ok.